Miro

Miro, * ca. Oktober 2009 in Brasov/Rumänien, bei uns seit dem 11. Januar 2011



Miro´s Geschichte ist wirklich besonders – irgendwie komme ich immer an Hunde, die sooo eigentlich nicht geplant waren. Und trotzdem scheint es im Nachhinein immer genau der Hund gewesen zu sein, der mir zu meinem Glück noch gefehlt hat. 

Als ich Miro das erste Mal sah, war der Einzug eines zweiten Hundes zwar geplant, aber ich wollte mir noch mindestens ein Jahr Zeit für das Training mit Dori lassen. Ausserdem dachte ich an eine Hündin, so 4 oder 5 Jahre alt. Als ich Miro das erste Mal sah, wusste ich weder, ob er männlich oder weiblich ist, noch wie alt er ist oder welcher Rasse er angehört (das weiß ich bis heute nicht ;-)). 

Wenn ich samstags nachmittags nach Hause komme, habe ich in der Regel mindestens zwei Kurse und ein paar Stunden auf dem Hundeplatz des HC Münsterland hinter mir, wo ich nach wie vor ehrenamtlich in der Junghundegruppe tätig bin und die eine oder andere Trainingsstunde mit meinen eigenen Hunden absolviere. Zu meinem Samstags-Feierabend-Ritual gehören dann mein Sofa, Kaffee und Kuchen und das Haustiermagazin HundKatzeMaus auf Vox. Am 6. November 2010 verlief mein Samstag genau so. Ich saß gemütlich auf dem Sofa, einen Kaffee in der Hand und Dori lag neben mir und schlief. HundKatzeMaus lief und zeigte an diesem Tag einen Beitrag über ein städtisches Auffanglager für Strassenhunde in Rumänien. Ein Auffanglager, in dem die Hunde zum damaligen Zeitpunkt zwar nicht mehr getötet werden durften, in dem sie aber nun einfach weggesperrt und mehr oder weniger sich selbst überlassen wurden. Die deutschen Tierschützer, die dieses Auffanglager besuchten, zeigten furchtbare Zustände – tote Welpen, Hunde die fast verhungert waren, Hunde die in dunklen kahlen Zwingern vor sich hinvegetierten. Ich gebe gern zu, dass es mir manchmal nicht möglich ist, solche Bilder anzuschauen... Dieses Mal habe ich aber nicht weggeschaut und als die Kamera in einer Halle über die Zwinger fuhr, blickten mich plötzlich zwei verzweifelte Hundeaugen an – um gleich darauf resigniert wieder weg zu schauen, als wollten sie sagen „ach, ihr könnt mir ja doch nicht helfen...“. Der ein oder andere Leser hat vielleicht auch schon mal einen solchen Moment erlebt: Dieser eine Hund ging mir nicht mehr aus dem Kopf... 

 Fortsetzung folgt!



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